- Treffpunkt „SPD vor Ort“ - DRK-Geschäftsführer Linus Vetter zu Gast -
“Wir wollen nicht nur oberflächlich diskutieren, sondern hintergründigen Meinungsaustausch ermöglichen“ beschrieb der Neckarelzer SPD-Ortsvereinsvorsitzende und Stadtrat Hans-Peter Senk das Anliegen der neu konzipierten Veranstaltungsreihe „Treffpunkt SPD vor Ort“.
Ortsverein
Zum Thema „Wege des sozialen Miteinanders in eine lebenswerte Zukunft - Chancen und Grenzen der Verantwortungswahrnehmung für die verschiedenen Handlungsträger!“ war diesmal im Gasthaus Eisenbahn in Diedesheim der Kreisgeschäftsführer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK)
Neckar-Odenwald, Linus Vetter, zu Gast. Begrüßen konnte Senk unter den Zuhörern u.a. auch Kreisrätin Dr. Dorothee Schlegel (Billigheim) sowie die stv. SPD-Kreisvorsitzende Gabi Teichmann (Neckarzimmern). Bereits Eingangs seines Referats stellte Vetter heraus, dass die „hohe Politik“
auch den Rahmen für seine Arbeit im Landkreis bestimme und nur ausgehend davon sich die spezifischen Problemstellungen verstehen lassen. So kritisierte er zunächst generell Steuersenkungen in Zeiten der Wirtschaftskrise, wie exemplarisch die jüngste Begünstigung der Hotelbranche – auch dieses Geld fehle letztlich bei der Finanzierung von Aufgaben der Daseinsvorsorge. Vetter stellte die Arbeitsfelder des DRK anschaulich vor. Dabei thematisierte er insbesondere die Bereiche des Katastrophenschutzes, des Jugendrotkreuzes, den Service „Essen auf
Rädern“ sowie die Leitung zweier Senioren- und Pflegeheime – stellte aber gleichzeitig heraus, dass nur durch ehrenamtliches Engagement die Fülle der sozialen Aufgaben zu bewältigen sei. Vergleichend mahnte er an, dass diese Arbeit unentgeltlich engagierter Helfer mindestens dieselbe
Anerkennung finden sollte, wie etwa die Leistungen erfolgreicher Sportler.
Besonderes Interesse hatten die Neckarelzer Sozialdemokraten bereits im Vorfeld an Informationen zur Situation des vom DRK betriebenen Tafel- und Kleiderladen signalisiert. Hier lobte Vetter denSPD Landtagsabgeordneten Georg Nelius, der selbst angeboten hatte, einen Tag in der Mosbacher Tafel mitzuarbeiten, um so einen echten Einblick zu erhalten. „Karitative Hilfsangebote sind wichtig, dürfen aber keinesfalls zum Vorwand der Politik werden, soziale Leistungen zu kürzen!“ betonte der stellvertretende Vorsitzende Frank Heuß. Einen schleichenden Umstieg vom Sozialtransfer hin zur bloßen „Armenspeisung“ dürfe es mit der SPD nicht geben. Die Neckarelzer SPD ist der Überzeugung, dass die problematische Lage der öffentlichen Haushalte entgegen häufiger medialer Darstellungen gerade nicht auf zu hohe Sozialausgaben zurückzuführen ist. Ursachen liesen sich vielmehr in einer verfehlten Steuerpolitik erkennen, unterstrich auch Stadtrat Manfred Bulling.
Vorsitzender Hans-Peter Senk dankte Linus Vetter für seinen sehr informativen und lebhaften Vortrag mit einem Präsent und nahm für den SPD-Ortsverein dessen Einladung zu einem Gegenbesuch beim DRK gerne an.

