Gemeinderatsmitglieder aus dem Ortsverein Neckarelz
OV Vorsitzender 
Hans-Peter Senk (SPD)
Kriminaloberrat
Neckarelz, Pfalzburgstraße 35
74821 Mosbach
Tel. 06261/38875
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Zweiter Vorsitzender
Manfred Bulling (SPD)
Schriftsetzer
Neckarelz, Lindengasse 2
74821 Mosbach
Tel./Fax: 06261/63147(pr.)
mobil 01626344606
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Sigrid Schöneboom (SPD) 
Gymnasiallehrerin a.D.
Neckarelz, Bismarckweg 41
74821 Mosbach
Tel. 06261/63544
Anfrage über öffentliche Angelegenheiten
von Hans Peter Senk an OB Michael Jann
Citymanagement in Mosbach
Das Citymanagement wird für den allgemeinen Betrachter als sehr stark auf die Entwicklung und Förderung von Initiativen (Stichwort Erlebnismärkte) rund um den Marktplatz in der Kernstadt wahrgenommen. Der Erfolg dieser Initiativen soll hier keineswegs in Abrede gestellt werden.
Es stellt sich aber Frage, ob diese Konzentration zwingend so sein muss oder, ob das Citymanagement nicht unter einer gesamtstädtischen Perspektive hinterfragt und künftig nicht breiter aufgestellt werden sollte. Insbesondere darf ich in diesem Zusammenhang auf eine nach wie vor fehlende Marktplatz/Ortskernkonzeption für den Stadtteil Neckarelz hinweisen. Wenn ich auch hier gerne einräumen möchte, dass es dankenswerterweise zu ersten positiven Ansätzen gekommen ist, die aber dringend einer Weiterentwicklung bedürfen.
Des Weiteren erlaube ich mir, auf das stadtteilübergreifende Angebot von GEO-Park-Lehrpfaden hinzuweisen, die zu festen Bestandteilen eines integrierten Citymanagements werden sollten.
Frage:
a. Welche Ziele wurden für das Citymanagement für die nächsten fünf Jahre vereinbart?
b. Gibt es Überlegungen, das Citymanagement auch auf andere zentrale Plätze in der Großen Kreisstadt auszuweiten?
c. Wie sieht die Fortschreibung für die Ausgestaltung der Restrukturierung des Neckarelzer Marktplatzes bzw. des Ortskerns insgesamt aus? An welchem Zeithorizont orientieren sich mögliche Maßnahmen? Welcher finanzielle Rahmen bildet den Planungsumfang?
d. Besteht in Zusammenhang mit den GEO-Park-Lehrpfaden ein touristisches Gesamtkonzept für die Stadt Mosbach, das von der regionalen Gastronomie nicht nur inhaltlich ideell, sondern auch finanziell mitgetragen und gefördert wird?
e. Mit welchen Maßnahmen beabsichtigt die Stadt Mosbach, die Erhöhung der Übernachtungshäufigkeit und die Schaffung neuer Arbeitsplätze in den Dienstleistungsbereichen „Handel, Urlaub und Erholung“ durch ihr Citymanagement als integralen Bestandteil einer regionalen Wirtschaftsförderung in den nächsten Jahren zu erreichen? Ist in diesem Zusammenhang auch an die Möglichkeit gedacht, diese Ziele durch eine sportliche Großveranstaltung wie dies in der Nachbarregion mit dem Kraichgau Triathlon vorbildlich und erfolgreich gelungen ist, zu verwirklichen?
Durchgangsverkehr im Stadtteil Neckarelz
Der Durchgangsverkehr im Stadtteil Neckarelz hat in den letzten Jahren nach allgemeinem Empfinden weiter zugenommen. Durch die Einrichtung des Kreisverkehrs ist er außerdem nicht nur flüssiger, sondern auch schneller und somit gefährlicher geworden. Außerdem fehlt es an einer attraktiven Parkraumbereitstellung.
Die Parkscheune, obwohl zentral gelegen, hat sich zur Einrichtung für Dauerparker und nicht wie angedacht für Kurzparker entwickelt. Erschwerend kommt hinzu, dass die Parkplatzmaße sowie die architektonische Ausgestaltung eher einem Geschicklichkeitsparcours zur Ehre gereichen als einer kundenfreundlichen Nutzung.
Ebenfalls ungünstig ist die Anbindung der Parkreihe vor der Sparkassen-Zweigstelle in der Heidelberger Straße.
Des Weiteren erscheinen Auflagen an Gewerbetreibende sich an der Verbesserung der Parkplatzsituation im Ortskern zu beteiligen, noch nicht ausgeschöpft zu sein. Die aktuell stillschweigend geduldete Lösungsvariante, den Marktplatz zum Parkplatz zu machen, erscheint mehr als zweifelhaft. Der Marktplatz muss auch weiterhin wichtigeren gesamtgesellschaftlichen Aufgaben und Funktionen vorbehalten bleiben.
Darüberhinaus befindet sich auch die Fahrbahndecke auf der Strecke stadtteilauswärts vom Kreisverkehr bis hin zur Paul-Gerhardt-Straße in einem beklagenswerten Zustand.
Frage
a. Welche Überlegungen bestehen bei der Stadt, die bisherige Verkehrs-konzeption für den Stadtteil Neckarelz mit dem Ziel zu überarbeiten, dadurch auch die Lebensqualität der Einwohner zu verbessern? Ist daran gedacht, eine Verkehrszählung sowie eine Verkehrsteilnehmer-befragung durchzuführen?
b. An welche (verkehrsüberwachende und -lenkende) Maßnahmen denkt die Stadt, um den ohnehin in seiner Berechtigung zweifelhaften Schwerlastverkehr als Durchgangsverkehr weiter einzuschränken oder zu unterbinden?
c. Welche Möglichkeiten sieht die Stadt, einerseits den Markplatz als Lebensraum wieder aufzuwerten und anderseits ein besucherfreundli-ches Parkraumangebot zu entwickeln?
d. Gibt es Überlegungen, im Bereich Heidelberger Straße – Bahnhofstraße einen weiteren Kreisverkehr einzurichten?
e. Gibt es Planungen, das Großquartier Waldsteige an den Kernbereich von Neckarelz besser anzubinden, ohne dass dadurch ein zusätzliches Ansteigen des Durchgangsverkehrs mit verbunden wäre?
f. Bis zu welchem Zeitpunkt kann mit einer Erneuerung der Fahrbahndecke auf der Strecke zwischen Paul-Gerhardt-Straße und Kreisverkehr gerechnet werden?
Mosbacher Sommer Mosbacher Kneipen KultTour
In der Veranstaltungsbroschüre zum Mosbacher Sommer ist auf Seite 21 zu lesen: „Da heißt es mitfeiern, viele Stunden lang Musik genießen, nette Leute treffen, neue Bekanntschaften knüpfen und tanzen. Shuttle-Busse sorgen für die bequeme Verbindung der Tourstationen untereinander – dieses Jahr mit einer eigenen Buslinie im 15-Minuten-Takt. [….] Zum Programm der Mosbacher Kneipen KultTour sind ein ausführlicher Programm-Flyer und der Fahr-plan der Shuttle-Busse bei der Tourist Information Mosbach und den beteiligten Kneipen erhältlich.“ Im Weiteren verweise ich auf den in Anlage beigefügten Haltestellenplan, den mir die Leiterin der Tourist Information Mosbach am 20.08.2009 übermittelt hat.
Frage:
a. Bei der Durchsicht des Fahrplans habe ich festgestellt, dass sich im Stadtteil Neckarelz keine Haltestelle befindet? Warum ist dies der Fall? Ich denke, dass die Einrichtung eines Shuttle-Busses nicht nur aus Servicegesichtspunkten, sondern auch aus präventiven Überlegungen heraus erfolgt ist. Warum hat man sich hier nicht stärker an der Stadtbuslinie orientiert?
b. Im Stadtteil Neckarelz beteiligt sich keine Gaststätte an der Kneipentour. Gibt es hierfür Gründe?
c. Durch wen werden die Kosten für dieses Shuttle-Angebot getragen?
d. Wie hoch ist der Anteil der Gastronomie an den Gesamtkosten der Veranstaltung „Mosbacher Kneipen Kult Tour“?

